Europäische Erstaufführung von Black Box 149 am Staatstheater Nürnberg

Die Dramaturgin Friederike Engel und der Regisseur Christian Papke im Gespräch über das Stück Black Box 149 am Staatstheater Nürnberg.

Quelle: Europäische Erstaufführung von Black Box 149 am Staatstheater Nürnberg | Kunstnürnberg

Das Theaterstück bedient Vorurteile, auch wenn es excellent gespielt ist. Der Dunkelhäutige wird als Naivling dargestellt, was er realiter nicht ist. Seine Sprache wird als dümmlich dargestellt, was nicht zutrifft und nur Vorurteile bedient (ähnlich: der fränkische Tatort). Das Trauma des Piloten bleibt unverständlich.  Die Abwesenheit der Entscheider im Moment der Entscheidung wird kurz angesprochen, aber nicht ausgebaut. Die große Politik erscheint nur als projezierte Bilder zum Schluss des Stücks. Alle Väter leiden in der Welt gleichermaßen, stimmt, aber was soll das in diesem Stück? Black Box 149 bleibt in der Aussage vage. Auch obiges Interview überzeugt nicht, es bleibt platt. Das Elend von Flug 149 mit Migrationsproblematiken zu vergleichen, halte ich persönlich für weit hergeholt und unvergleichbar. Jede Folter, jede Gewalt ist zu verurteilen, das ist wohl war, alle Menschen leiden gleichermaßen (an den Folgen ihrer Religionen? Das wurde hier nicht herausgearbeitet, anders in der australischen Fassung?)

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